Australian Diary

Unser australisches Tagebuch

Wednesday
28/01/2009

by Erik

Year 1

Am Mittwoch beginnt fuer Clara das erste Schuljahr (year 1). Aber nach dem Jahr Vorschule (Prep School) kennt sie das ja schon alles, so dass es nicht mehr ganz so aufregend ist wie letztes Jahr. Und dann werden wir das im September in Muenchen geich noch mal haben…

Fuer das year 1 gibt es  eine neue Schuluniform. Was soll ich sagen - wir haben schon schlimmere gesehen…

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Clara mit ihrer besten Freundin Anastasia:

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Nach den langen Sommerferien (2 Monate) und den ganzen Besuchen ist es fuer Clara in den ersten Wochen etwas schwer, sich morgens von uns zu trennen, aber eigentlich hat sie sehr viel Spass in der Schule.

Monday
26/01/2009

by Erik

Conny, Frank & Dorian

Kaum aus Neuseeland zurueckgekommen, empfangen wir schon 2 Tage spaeter meine Schwester Conny, Frank und Dorian. Clara ist mit dabei als wir sie vom Flughafen abholen und sie und Dorian springen vor lauter Aufregung und Freude in die Luft.

Zunaechst geben wir den Dreien mal einen Tag Zeit, den Jetlag zu ueberwinden…

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…dann geht es auf nach Byron Bay. Dort haben wir dieses mal wieder eine Huette im Hinterland gemietet.

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Nachdem meine Schwaegerin Bersu schon gemeint hatte, unsere letzte Weihnachtskarte habe wie eine Werbung fuer Signal ausgesehen (weil wir da alle so strahlen…)  - wie ware es dann mit diesem Foto?

Natuerlich darf ein Besuch am Leutturm nicht fehlen, auch wenn das Wetter zunaechst ein wenig schwaechelt.

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Und auch der erste Abstecher an den Strand ist noch recht Wolken verhangen.

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Am naechsten Morgen lacht die Sonne wieder und wir koennen auf der Terasse unserer Huette fruehstuecken.

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Und dann geht es bei zu viel Sonne an den Strand. Byron Bay, wie es im Bilderbuch steht:

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Das hier ist uebrigens der Bus den wir gemietet haben, um alle zusammen in einem Auto fahren zu koennen.

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Byron Bay selber kommt uns dieses mal ein wenig heruntergekommener vor als sonst - mag daran liegen, dass noch Sommerferien sind und viele Studenten hierher kommen, die sich in Nimbim mit Gras und/oder im Bottle Shop mit Bier eindecken …

Tags drauf denn noch mal Strand. Endlich kriege ich heraus, wann und wie genau man sich mit dem Body Board auf eine Welle legen muss, um ordentlich mit zu surfen. Und auch Clara macht ihre ersten Schritte als echte australische Surferin!

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Ist sehr schoen, nur knallt die Sonne definitiv zu kraeftig auf uns runter, so dass wir unsere Gesundheit zu Liebe nicht all zu lange am Strand bleiben koennen.

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Verkleiden tun sich Clara und Malena zur Zeit sher gerne. Fand irgendwie, dass das hier nach Roby Hood und little John aussah:

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Am Wochenende drauf - dem Australia Day Weekend - fahren wir mit der  Faehre rueber nach Stradbroke Island, oder einfach “Straddie” wie die Brisbanites sagen.

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Nicht wundern - die offizielle Marine Farbe Australiens ist tatsaechlich rot - wahrscheinlich ist das Blau auf hoher See zu schlecht zu erkennen?

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Als erstes fahren wir auf einer der wenigen Strassen (hier muss man ein 4WD haben, um wirklich rumzukommen) zum Brown Lake. Die Farbe hat er von den Pflanzen, die in seinem Umkreis verotten - ist wahrscheinlich so wie die Moor-Seen bei Muenchen sogar gut fuer die Haut.

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Mit Body Board und Schwimmfluegeln haben die Kidz viel Spass. Dorian schwimmt zum ersten mal alleine mit seinen Schwimmfluegeln. Clara will die dann auch unbedingt haben - hier in der Schwimmschule werden die nicht verwendet - die lernen auch zu erst Kraulen und Rueckenschwimmen, bevor sie Brustschwimmen lernen. Ist halt alles ein wenig anders hier…

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Danach beziehen wir unser Beach Cottage. Was fuer ein Abenteuer: Statt Klimaanlage gibt es nur ein paar Deckenventilatoren und die auch nur in den Schlafzimmern und nicht in Wohnzimmer, oder Kueche (was dazu fuehren wird, dass wir am Abend mehr oder weniger nur in Unterwaesche bekleided am Tisch sitzen werden). Gleichzeitig ist die Tuer nach draussen nur eine Holzgittertuere, die alle Insekten nach Belieben in das Haus rein und raus fliegen oder krabbeln laesst. Wir als alte Australier sind unsere Nachbarn aus dem Reich der Insekten ja inzwischen schon reichlich gewoehnt, aber die Europaeren, allen voran Conny haben mit dem Crash Kurs so ihre liebe Not…

Das die Strandhuette dann auch nur dem australischen Sauberkeits-Standart etspricht (Staub in den Ecken Zentimeter dick und muffiger Geruch in den Zimmern) ist als Ablenkung auch nicht gerade hilfreich.

Naja - also dann lieber trotz truebem Wetter an den Strand - hier die Main Beach.

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Am Abend besucht uns eine Gottesanbeterin. Nach dem ersten Blitz-Foto schaut die mich ganz boese an, so dass ich mich nach dem zweiten dann doch lieber zurueckziehe - schliesslich sind die ja bekannt dafuer, dass die Maennchen auffressen koennen….

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Am Sonntag dann ist Australia Day - “To celebrate what’s Great!”

Wir entdecken die Cylinder Beach fuer uns. Hier ist ein Teil des Strandes Lagunen-artig vom Meer getrennt, so dass  die Kinder von Wellen ungestoert ins Wasser koennen. Waeren da nicht diese kleinen Quallen. Die Leute sind dadurch zwar nicht vom Baden abzuhalten, aber nachdem wir alle paar Minuten jemanden sehen, der von den Life Savern wegen Verbrennungen mit Eis-Packs behandelt werden muss, halten wir uns dann doch eher etwas zurueck.

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Hey - jo! Ich glaube die machen mit 16 mal eine Hip-Hop Band auf - oder was auch immer dann gerade in Mode ist… ;-)

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Matratzenlager fuer die Kinder:

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Montag (wenn der Feiertag auf ein Wochenende faellt wird das hier immer am Montag noch mal nachgeholt) dann noch mal Strand und schliesslich zurueck aufs Festland.

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Weil ich das Clara versprochen habe fahren wir vier dann am Abend noch mit der S-Bahn nach Southbank, um das Feuerewerk an zu sehen. Malena ist leider wieder sehr Laerm empfindlich und Mayi muss mit ihr vorzeitig in Richtung City Train zurueck laufen.

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Conny, Frank und Dorian klappern dann alleine eine Woche lang die Gold und Sunshine Coast ab - bei uns beginnt wieder der Alltag und fuer Clara sind die Sommerferien vorbei und das erste Schuljahr beginnt.

Wir haben uns gefreut, dass Conny, Frank und Dorian uns noch einmal besuchen gekommen sind. Sie waren 2007 die ersten Besucher hier und sind jetzt 2009 auch die letzten gewesen, die aus Europa hier waren. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in good old Germany!

Tuesday
13/01/2009

by Erik

New Zeeland

oder: “Vom Auenland nach Mordor

oder:”almost beautiful”

Kurz nach Weihnachten - genauer am 27/12/08 ging es endlich los zu unserem lang geplanten Neuseeland-Urlaub. Nach gut 3 Stunden Flug von Brisbane nach Auckland machen wir uns erst mal vergeblich auf die Suche nach unserem Abholservice, der uns zum Camper-Verleih bringen soll. Nach einem Anruf und kurzer Fahrt erledigen wir die Abhol-Formalitaeten und die Video- und personal guided Tour um unseren Camper kennen zu lernen in gut 1 1/2 Stunden. Wir merken schon, dass es hier in NZ alles noch mal ein Stueck gemuetlicher zugeht als in Australien. Unsere erste Fahrt fuehrt uns zu einem Supermarkt um erst einmal unsere Vorraete aufzufuellen. Dabei stellen wir ganz ueberrascht fest, dass es hier Alkohol im Supermarkt gibt - das sind wir gar nicht mehr gewohnt…

Noch mit den Tuecken unseres 7.5 m langen und 3.2 m hohen Campers kaempfend kehren wir Auckland sogleich den Ruecken und machen uns in Richtung der Coromandel Halbinsel auf. Zum Glueck ist es hier viel laenger hell als zu Hause in Brisbane und so erreichen wir unser Ziel noch bei den letzten Sonnenstrahlen nach 21 Uhr.

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Nachdem es den Kindern nach der anfaenglichen Euphorie in den Betten ueber der Fahrerkabine doch nicht ganz geheuer ist, schlafen wir am Ende zu viert im hinteren Bett.

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Am naechsten Morgen geht es ueber enge und sehr, sehr kurvenreiche Strassen quer ueber die Halbinsel.

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An einer kleinen Bucht entdecken wir eine Muschel, die uns irgendwie bekannt vorkommt - woher nur???

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Am spaeten Nachmittag erreichen wir Hahei von wo aus man zur Cathedral Cove wandern kann. Fuer uns der ganz klare Hoehepunkt von Coromandel!

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Bis wir allerdings wieder zurueck beim Camper sind und zu Abend gegessen haben ist es schon recht spaet und wir ahnen schon, dass es schwierig werden koennten, heute noch die 170 km bis nach Rotorua zu schaffen. Unermuedlich fahren wir in die Daemmerung. Die Landschaft wirkt schon recht nach Herr der Ringe, nur dass es langsam unheimlich wird - wir muessen wohl in der Naehe von Mordor sein. Wenn uns jetzt ein Hobbit vor den Wagen springen wuerde, waere ich nicht all zu uebrrascht gewesen…

Die Strasse ist sehr kurvig und entsprechend langsam kommen wir nur vorwaerts. Voellig frusstriert stelle ich fest, dass man bei 40 km/h nach einer Stunde Fahren immer noch 120 km von einem Ort entfernt ist, der vorher noch 160 km  weg war. Mathematisch, physikalisch ist mir das ja klar, aber psychisch macht mich das echt fertig…

Gegen 10 Uhr Nachts geben wir auf und suchen uns einen Stellplatz am Strassenrand - schliesslich haben wir fuer solche Faelle ja den Camper…

In der Nacht wird es kalt - sehr kalt, wie man an dem Foto von Fruehstueck am naechsten Morgen sieht:

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Ausser den Schildern bekommen wir waehrend unseres Urlaubs leider keine Kiwis zu sehen.

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Apropos “Kiwi”: wusstet ihr, dass die gleichnamige Frucht urspruenglich “chinese gooseberry” (chinesische Stachelbeere) hiess und nur aus Merketinggruenden in “Kiwi” umbenannt wurde? Neben dem Vogel und der Frucht werden ja auch die Einwohner Neuseelands gerne “Kiwis” genannt…

Bei Regen kommen wir schliesslich in Rotorua an, wo wir uns gleich an die Erkundung der Thermalfelder machen. An allen Ecken und Enden tritt Dampf aus dem Boden und es stinkt nach Schwefel. Die Gegend hier ist einer der thermisch aktivsten Zonen der Welt!

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Wanderung durch das Waimangu Volcanic Vally - leider im Regen…

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Der Inferno Krater: kurz nach dem Ueberlaufen alle 6 Wochen ist der 80 Grad heisse Kratersee wunderbar tuerkis blau:

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Unser Campingplatz hat 2 Thermalbaeder, die wir gleich nutzen, um uns nach dem verregneten Tag aufzuwaermen.

Am Naechsten Tag machen wir uns Richtung Lake Taupo auf. Unterwegs halten wir beim Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Einer der Atraktionen ist der Lady Knox Geysir - der laut Reisefuehrer puenktlichste Geysir der Welt: jedenMorgen um punkt 10:15 Uhr geht er los - egal ob Sommer- oder Winterzeit. Der Trick? Die helfen der Natur mit einer Packung biologisch abbaubarem Seifenpulver nach, den die in die Oeffnung schuetten…

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Ebenfalls bekannt ist der Champagnerpool. Das Wasser in diesem Becken perlt wie die Blaeschen im einem Sektglas.

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Antimon, Arsen, Gold, Quecksilber, Schwefel und Silber kochen hier in den Becken vor sich hin. Schoen anzusehen, aber bestimmt nich sooo gesund das alles ein zu atmen.

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Der Lake Taupo selber ist ein 600 km2 grosser Kratersee. Von einem Ausbruch vor ca. 26.000 Jahrenwurde so viel Material ausgeschleudert, dass noch heute in 100 km Entfernung eine 1.5 m Dicke Ascheschicht zu finden ist.

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Weiter geht es in richtung Tongariro National Park - auch hier sind die Berge vulkanischer Natur.

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Clara und Malena mussten eben mal ihren Rody (ein aufblasbares Huepf-Pferd) zu Hause anrufen.

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Der 2291 m hohe Mount Ngauruhoe  ist erst vor wenigen Jahren das letzte mal ausgebrochen. Im Herr der Ringe ist er als der Schicksalsberg (”Mt Doom”) bekannt geworden. Dementsprechend wird auf dem Campingplatz ueber die Warntoene informiert, bei denen man den Platz sofort evakuieren muss, was Mayi anfangs ein wenig Schlaflosigkeit bereitet.

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Nach einer trotzdem ruhigen Nacht fahren wir am naechsten Morgen mit dem Sessellift auf den Mt Ruapehu (2797 m). Hier begegnet Malena zum ersten mal hautnah diesem weissen Zeug dasd da auf dem Boden liegt und verkundet sogleich: “Papa, Sand!”

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Das Vulkangestein ist hier sehr “luftig”, so dass selbst ich spielend grosse Brocken stemmen kann..

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Weiter geht es durch eine Gegend, die wieder an das Auenland erinnert:

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Irgendwo auf der Strecke nach Wellington (war das in Palmerstone?) kommen wir an einem wunderschoenen, sehr phantasievoll gestalteten Spielplatz vorbei. Die Kinder haben sehr viel Spass und so wird uns bald klar, dass wir es heute zu Sylvester nicht mehr bis Wellington schaffen werden. Vielleicht haetten wir die rakete nehmen sollen?

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Die Suche nach einem alternativen Campingplatz gestalltet sich schwierig. Der erste ist vollstaendig belegt und der zweite eigentlich an eine Privatveranstalltung vermietet. Schliesslich bekommen wir dort aber noch einen “unpowered site”. Als Sylvester Essen gibt es mexikanische Bohnensuppe.

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Nach einem so langen Tag fallen die Kidz muede ins Bett und sind trotz kraeftigen Ruetteln zum “Feuerwerk” nicht mehr wach zu bekommen.

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Sind unsere Red Hot Chilli-Girls nicht cool???

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Am fruehen Vormittag kommen wir dann an unserem Campingplatz in Wellington an und fahren von dort mit dem Buss in die Stadt. Wegen dem Feiertag (1. Januar)  haben leider die meisten Geschaefte zu. Wir schauen uns daher erst mal den Hafen an.

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Danach gehen wir ins Te Papa Museum - so was wie eine moderne Variante des Deutschen Museeums in Muenchen.

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Weiter durch die Innenstadt…

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… und mit dem Cable Car auf einen Aussichtsberg.

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Frueh am naechsten Morgen heisst es dann aufbrechen fuer unsere Faehrfahrt zur Suedhalbinsel:

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Eigentlich gilt diese Fahrt ja als eine der schoensten Faehrfahrten der Welt. Leider erleben wir die 3 Stuendige Fahrt bei Wolken und Regen….

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In Picton angekommen  wird das Wetter langsam ein wenig besser, so dass wir auf der Fahrt duch den Marlborough Sound (ja - hier liegt das echte Marlborough Country!) doch noch einen Blick auf diese “Fjordlandschaft”. Sind hier allerdings keine Fjorde, sondern eben Sounds. Der Unterschied besteht darin, dass Fjorde durch Gletscher entstehen, waerend Sounds durch den Anstieg der Mehreswasserspiegels entstehen.

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Bekannt ist die Gegend hier u.a. fuer die gruenen Muscheln, die wir natuerlich auch verkosten “muessen”.

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Nach einem etwas enttaeuschenden Intermezzo in Nelson (hatten wir uns aufregender/schoener vorgestellt) erreichen wir am Abend unseren Campingplatz am Suedende des Abel Tasman Nationalparks. Den erkunden wir am naechsten Tag mit dem Wassertaxi. Dabei haette ich mir beinahe die Rippen gebrochen als ich helfen wollte, die verklemmte Landungsbruecke wieder hochzuziehen. Das kommt von der Hilfsbereitschaft. Den Rest des Urlaubs muss ich auf dem Ruecken schlafen und habe hin und wieder Angst, die Rippe koennte doch gebrochen sein. Zum Arzt will ich aber nicht, weil der mir ja sagen koennte, dass wier den Urlaub abbrechen muessen…

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Im extrem tuerkisen  Meereswasser tummeln sich Delfine.

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Freunde von uns (Hallo Per!) hatten uns ja gesagt, dass das fuer sie die schoenste Stelle ihres Urlaubs war - wir waren vielleicht schon etwas von unseren anderen Urlauben in Australien (z.B. Far North Queensland) verwoehnt. Es war sicher sehr schoen, aber wir hatten einfach das Gefuehl, das schon mal gesehen zu haben.

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Dann wieder unaufhaltsam weiter richtung Sueden. Immer spassig sind hier die hoelzernen, einspurigen Bruecken bei denen man nie wirklich sicher weiss, ob der Gegenverkehr wirklich rechtzeitig vor der Bruecke anhael. Machmal auch noch mit Eisenbahnschienen kombiniert!

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In Hokitika streifen wir beim Einparken das Vordach eines Ladens und reissen uns ein Loch ins Dach. Wass fuer ein Glueck, dass wir uns doch noch fuer die Zusatzversicherung entschieden hatten - sonst waeren jetzt unsere 7500 NZ$ Selbstbeteiligung faellig geworden..

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Vielleicht sollte Malena in ein Baseball Team eintreten?

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Am naechsten Tag  geht es zum Franz-Josef und zum FoxGlacier:

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Das naechste mal darf Clara in der unendlichen Geschichte den Steinbeisser spielen. Hier uebt sie schon mal mit ihrem Stein-Sandwich:

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Den Rest des Tages regnet es in Stroehmen und unsere Stimmung sinkt kontinuierlich. Um so groesser die Freude am naechsten Tag, als die Sonne beim Lake Wanaka wieder zum Vorschein kommt. Ein wunderschoener See, auf den wir auch von unsere Wanderung auf den Mount Iron hinabschauen koennen. Leider haben wir rund 125 Fotos aus unserer Kamera verloren, so dass uns jetzt die Fotos von 1 1/2 Tagen fehlen. Die unglaublichen Regenboegen ueber dem See werden wir trotzdem immer in Erinnerung behalten. In Wanaka gehen wir in die Landsborough’s Puzzeling World (Video), die mit vielen optischen Taeuschungen und einem riesigen Labyrinth locken.

Fahrt von Wanaka nach Queenstown:

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Queenstown lebt von Erlebnisstourismus. Wenn man nicht zum Bungee Jumping und Aehnlichen hierher kommt, faellt man schon fast ein wenig auf.

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Auch in dieser Gegend wurden viele Szenen von Herr der Ringe gedreht, wie man auf diesem Ausschnitt unseres Stassenatlasses sieht - jedes gelbe Kamerasymbol kennzeichnet einen Drehort:

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Lake Wakatipu:

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Auf dem Weg zum Milford Sound (der allerdings in Wirklichkeit ein echter Fjord ist…) uebernachten wir in Te Anu. Inzwischen sind wir so weit suedlich angelangt, dass es erst um 22:30 Uhr wirklich dunkel wird. Am naechsten Morgen erwachen wir bei Regen und heftiger Bewoelkung. Toll - fuer heute haben wir unsere Bootsfahrt auf dem Milford Sound gebucht fuer die wir extra 300 km von Queenstown hierher gekommen sind. Aber vielleicht bessert sich das ja noch auf den letzten 120 km??

Aber: think positiv! Ohne den Regen haetten wir nie erlebt, wie hunderte, nein tausende Wasserfaelle rins um einen die Berge herabstuerzen koennen:

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Und ja - auch wenn das bei Sonnenschein sicher noch mal etwas anderes gewesen waere - wir waren trotzdem ganz begeistert und froh, dass wir hier hergekommen sind!

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Das heir war unser Boot:

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Wegen den zahlreichen Sandfies hier mass man schon in Insektenspray baden, oder sich blaue Duftplaster an die Kleidung kleben, oder besser noch beides…

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Von den Seehunden (s.o.) inspieriert:

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Und das hier ist die Stelle von wo das Bild im Hintergrund unserer letzten Weihnachtskarte aufgenommen wurde. illusion und Wirklichkeit so zu sagen…

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Ein fuer hier typische Kea:

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Auf dem Rueckweg richtung Norden machen wir an einer Fair in nahe Queenstown Halt. Fuer 10 NZ$ duerfen wir auf einer Wiese parken. Was uns allerdings niemand gesagt hat ist, dass wir hier besser nur mit dem Gelaendewagen hergekommen waeren. Promt brichen wir mit einem lauken Knall und heftigen Ruck in eine Erdspalte ein und bleiben stecken. Bin fest davon ueberzeugt, dass die Achse gebrochen ist. na was fuer ein Spass - das war’s wohl dann mit dem Urlaub denke ich. Naja - lange Rede, kurzer Sinn: ein freundlicher Kiwi zieht uns wieder raus und siehe da - ausser einer durchs Rausziehen verbeulten Stossstange ist alles in Ordnung. Die Stossstange ist dann auch mit ein paar kraeftigen Fusstritten ungefaer in ihre alte Form zu bringen ;-)

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Clara ist ganz happy mit der Kinder-Variante des Bungee Jumping:

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Clara und Malena - echte Akrobaten. Und das unter der Fahrt!

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In Queenstown wurde das Bungee Jumping zur kommerziellen Extremsportart entwickelt und der Ort gilt bis heute unangefochten als World Capital des Bungee Jumping. Hier von der Kawarau Bridge kann man sich fuer stolze 175 NZ$47 m in die Tiefe stuerzen. Unter 15 Jahren kostet es uebrigens nur 150 NZ. Was das Mindestalte ist konnten wir allerdings nicht herausfinden. Clara sagt: “Papa, wenn ich gross bin moechte ich das auch mal nachen!”

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Ueber den Lindis Pass fahren wir dann in Richtung Mount Cook.

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Auch der huellt sich erst in Wolken, doch bis wir richtig an ihn ran kommen bricht der Himmel auf und wir bekommen strahlenden Sonnenschein.

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Der Mount Cook (oder Aoraki, wie ihn die Maori nennen) ist mit  3754 m der hoechste Berg Neuseelands.

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Nach der Maori Legende ist Aoraki, der Sohn das Himmelsvaters Rakinui mit einer Gruppe junger Maenner in einem Kanu unterwegs gewesen auf einer Tour um die Erdmutter Papatuanuku bei dem sie ein Riff rammten. Als das Kanu kenterte, kletterten sie auf dessen Rumpf und erstarrten im eiskalten Suedwind zu Stein.

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Lake Tekapo:

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In Christchurch wagen sich die Kinder in den Swimmingpool des Campinplatzes

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und am Morgen vor dem Rueckflug haben wir noch ein Stuendchen Zeit, um die Innenstadt anzusehen.

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Dann geht es wieder zuruck auf die Western Island (Australia)…