Australian Diary

Unser australisches Tagebuch

Monday
31/12/2007

by Erik

Zwischen den Jahren

Ich liebe ja den Begriff “zwischen den Jahren”! Das klingt immer so, als gaebe es tatsaechlich eine Zeit, die nicht richtig in den normalen Lauf der Zeit einzuordnen waere und irgendwie ist das wohl auch ein wenig so. Im Englischen gibt es da den Begriff der “12 days of Christmas” (siehe auch hier…(Video)). Die scheinen aber in Australien nicht wirklich so gelebt zu werden - schon nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag (hier: “Boxing Day”) haben die ihre Weihnachtsbeleuchtung abgebaut.
Endlich konnte ich mal alle Sorgen aus der Arbeit vergessen (es ging gerade vor Weihnachten reichlich drunter und drueber mit unserem Tunnel…) und Zeit mit der Familie verbringen. Leider laesst uns das Wetter immer noch im Stich (Regen, Wind und Regen), so dass wir nicht wie angedacht ein paar Tage zum Zelten fahren konnten. Stattdessen sind wir am ersten Weihnachtsfeiertag trotz Wind und Wolken nach Bribie Island an den Strand gefahren (das gehoert sich in Australien zu Weihnachten so!) und haben abends gegrillt, bevor wir Ceci zum Flughafen gebracht haben.

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Habe ich schon erzaehlt, dass Malena seit 2 Wochen keine Windeln mehr braucht?

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(ein Sand-Flugzeug - muss ja nicht immer eine Burg sein….)

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Ich glaube Tia Ceci ist kitzelig….

Auch die neue Spiel-Kueche wurde ausgiebig eingeweiht:

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Am zweiten Weihnachtsfeiertag hatten wir endlich mal gelegenheit, die Matsch-Hosen der Kinder zu verwenden - wir dachten schon, dass wir die voellig umsonst nach Australien mitgenommen haben… Haben dann in Loganlea gleich noch einen australischen Trimm-Dich-Pfad gefunden (Trimm-Dich-Pfade erinnern mich immer extrem an meine eigene Kindheit in den 70er Jahren. Gibt es die heute in Deutschland eigentlich noch? Oder nur die verfallenen Ueberreste von damals??).

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Natuerlich mussten wir auch dieses Jahr wieder zur Thomas the Tank Engine Ausstellung in Ipswitch fahren - Clara wollte eigentlich den Fat Controler fragen, wie man auf die Island of Sodor kommt, aber vor lauter Spielen mit Jona hat sie das am Ende ganz vergessen….

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Danach hatten wir Besuch von Rubi und Tony, Jojo und Victoria (Mayi hatte ganz am Anfang als wir hier angekommen waren ueber eine Freundin ihrer Mutter aus Peru Kontakt zu Rubi bekommen und Jojo war Claras erster australischer Freund. Leider sind sie vor einem Jahr nach Sydney gezogen).

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Claras neuste Lieblingsbeschaeftigung: Hoelen bauen!

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Zu Sylvester waren wir bei den Brodbeck’s zum Kaese Fonue eingeladen (Picknick am Brisbane River war dieses Jahr wegen dem Regen keine Alternative) . Die Kinder haben gespielt wie die Wilden und Clara hat tatsaechlich bis 1 Uhr Nachts durchgehalten!

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Na dann euch allen mal ein frohes neues Jahr! Happy new year! und: Feliz Anho!

Monday
24/12/2007

by Erik

Heilg Abend

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Unsere zweite Weihnacht im Sommer…

Auch dieses Jahr haben wir uns am fruehen Abend wieder in die Innenstadt von Brisbane begeben, um nach dem Christkind zu suchen. Zu sehen gab es den grossen Weihnachtsbaum vor dem Casino,

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die Kugeln auf dem Platz am Ende der Queen Street, die zu dieser Jahreszeit fast ein wenig wie Christbaumkugeln ausschauen

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und zumindest einen Weihnachtsengel:

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Als wir dann im Dunklen wieder nach Kuraby zurueck gefahren sind hatte das Christkind schon alle Geschenke im Wohnzimmer aufgebaut. Bei Clara hat es keine 3 Minuten gedauert, bis sie alle Geschenke geoeffnet hatte, waehrend Malena mit ihrem ersten Geschenk (eine DVD von “Bananas in Pyjamas”) ganz zufrieden zu sein schien und wir sie erst ueberreden mussten, ihre Kueche, ihre Holzeisenbahn und diverse Kuscheltiere auszupacken.

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Fuer uns hatte das Christkind einen EeePC eingepackt (7 Zoll Monitor, wiegt weniger als 1 kg, laeuft von Werk aus mit Linux und ist mit wireless network und eingebauter Webcam in Verbindung mit Skype ein idealer Smartphone-Ersatz).

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Zum Essen gab es die in der Familie Neun traditionelle Erbsen-Krabben-Sekt-Suppe (Achtung: Suppe nie im heissen Zustand zum puerieren in den Mixer geben - das Ding ist dann explosiv und man kann die Suppe von den Waenden kratzen und sich Tage lang ueber die Verbrennungen am Arm freuen…) , dann Raclette und schliesslich Mohr im Hemd.

Sunday
23/12/2007

by Erik

Vorweihnachtszeit

Nachdem wir immer wieder gefragt werden, wie das eigentlich so mit Weihnachten im Sommer ist: Also eigentlich gar ncht so schlecht, wenn man ueber die vielen kleinen und groesseren Widersprueche hinweg sieht (Warum ist der Santa Claus im Sommer so dick angezogen? Warum stellt man sich eine Tanne aus Plastik ins Wohnzimmer wenn draussen die Palmen bluehen? etc.). Hier ein paar Eindruecke von unserer Vorweihnachtszeit:

Beim Christbaumschmuecken:

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Um es mal mit den Worten eines Australiers zu sagen: “Krippe - ploudly made in Australia from Australien and imported ingredients…” (die Figurem kommen von der Abuela aus Spanien, die Krippe haben Ceci und Clara gebaut):

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Immer wieder einen abendlichen Spaziergang wert - die Beleuchtung einiger Nachbarn:

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Unser Wohnzimmer:

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Sunday
16/12/2007

by Erik

Byron Bay

von Surfern, Hipis und Schlangen

Endlich: Kurzurlaub!

Mayi’s Schwester Ceci ist seit letzten Sonntag hier und da haben wir den Anlass genutzt, endlich mal nach New South Wales runter zu fahren und uns Byron Bay, den oestlichen Punkt Australiens anzusehen. Die Wettervorhersage fuer unseren 5 Tages Trip ist allerdings eher gemischt. Apropos Wetter: Der Sommer ist hier dieses Jahr sehr ungewoehnlich - immer wieder Wolken und auch Regen - wir mussten seit Wochen die Palmen in unserem Garten nicht mehr giessen und unser Rainwater Tank ist inzwischen schon uebergelaufen! Letztes Jahr hat es zwischen Oktober und Februar kein einziges mal richtig geregnet. Das hat auch so seine angenehmen Seiten - letztes Jahr war die Hitze und die Schwuehle im Dezember fast unertraeglich - jetzt mit ein wenig Wolken und trotzdem 26 - 28 Grad (20 Grad am Morgen) ist das schon viel angenehmer. Die Wettervorhersage schaut dann schon mal so aus:
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Naja - zurueck zu unserem Urlaub: Mittwoch frueh geht es mit einem Zwischenstopp in Burling Heads an der Goald Coast in Richtung Byron.

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Dort hat uns Mayi eine Huette bei Bangalow im Hinterland (die sagen hier wirklich so!) von Byron Bay organisiert, die ca. 15 Minuten von Byron entfernt an einem kleinen (Stau-)See liegt (. Das Wasser aus dem Wasserhan kommt direkt aus dem See und ist abhaengig von der Tageszeit schon recht trueb. Als Trinkwasser kann man sich aus der Regenwassertonne bedienen, oder so wie wir auf bottled water umsteigen….. Nachdem wir nach ca. 2 1/2 Sunden Fahrzeit unsere Huette bezogen haben erkunden wir erst einmal unsere unmittelbare Umgebung.

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Danach hat Malena ihren ersten Unfall und stuerzt mit dem Stuhl, den sie gerade bestiegen hat vorne ueber und reisst sich das Kinn auf. Etwas verunsichert, ob das genaeht werden muss, machen wir uns auf den Weg nach Byron. Dort entscheiden wir uns dann doch dagegen, in eine Artzpraxis fuer Akupunktur und Kreuterheilkunde zu gehen und fragen dafuer lieber in einer Apotheke nach. Die meinen dass das mit einem ordentlichen Plaster auch geht und verarzten Malena auch gleich. Danach gehen wir einkaufen und fahren bei Regen durch den Ort und ans Meer.

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Unsere erster Eindruck: Surfer, Surfer, Aussteiger, Surfer, Hippis. Erst im Nachhinein habe ich gelesen, dass es in Byron seinerzeit die ersten Hippis Australiens gegeben hat. Da man da vor lauter Surfen (und Kiffen) nicht immer an die Verkehrsregeln denkt, wird man dann auch gleich bei den Ausfahrten von groesseren Prkplaetzen ans Anschnallen erinnert:

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Am naechsten Morgen schaut das Wetter auch noch nicht viel besser aus und so fahren wir erst noch mal ein Stueckchen weiter ins Lansesinnere und sehen uns Lismore an. Die Landschaft auf dem Weg dahin ist recht schoen (irgendwie gruener als in Queensland), aber der Ort hat ausser des Shopping Mall nicht wirklich viel zu bieten.

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Nach “kuerzerer” Diskussion, ob eher wieder in Richtung Byron, oder doch Richtung Nightcap National Park, machen wir uns ueber Ballina auf den Rueckweg. Dort liegt das Macadamia Castle auf dem Weg - ein Freizeitpark fuer Kinder mit Tieren, Spielplaetzen und Minigolf. Im Inneren des Parks hat es eigentlich gar nichts mit einer Burg zu tun, aber die Aufmachung von der Strassenseite her ist halt ein eyecatcher…

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(okay - die Schlagtechnik hat noch viel Potential fuer Optimierung, aber hauptsache es hat Spass gemacht…)

Nachdem inzwischen auch die Wolken aufgerissen sind machen wir uns noch auf den Weg zum Byron Bay Laeuchtturm - ein wirklich wunderschoenes Erlebnis an der Ostspitze Australiens.

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Der naechste Tag ist definitiv sonnig und wir wollen ihn am Strand verbringen. Waehrend wir noch beim Zusammenpacken sind faellt Malena allerdings rueckwaerts aus underem Bett, schlaegt sich den Kopf auf dem Boden an und muss 2 Minuten spaeter Kotzen. Da das ein moegliches Symptom von Gehirnerschuetterung ist, machen wir uns umgehend auf den Weg ins Krankenhaus. Dort wird sie untersucht, aber man sagt uns, dass es wahrscheinlich nur der Schock war und wir sie gleich mitnehmen koennen. Erleichtert fahren wir dann an den Strand. Strand und Wasser sind wunderbar (und das von mir - wer mich kennt weiss,was das heisst!)

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Am naechsten Tag geht es dann ueber z.T. nichtasphaltierte Strassen in den Nightcap National Park. Dort sind wir von einem 100 Meter hohem Wasserfall, der mitten im Wald auftaucht ganz begeistert. Nach unseren bisherigen Erfahrungen mit Wasserfaellen (i.d.R. wegen der Trockenheit eher ein Troepfeln als ein Fallen…) kann die Hoehe und der Ausblick ins Tal schon gefallen.

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Auf mehr, oder weniger umstaendlichen Umwegen fahren wir dann noch zu einer weiteren Stelle in diesem Nationalpark, wo wir eine kleine Bushwalking Tour machen wollen. All zu weit kommen wir allerdings nicht, da dieses nette Tierchen direkt auf unserem Weg liegt:

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Wir haben gerade noch Glueck, dass ein aelteres Paerchen vor uns geht und er sich mit Schlangen auszukennen scheint (oder zumindest so tut…). Es sei eine Art von Python - nicht giftig…

Nachdem wir alle unsere Fotos gemacht haben versucht er sie mit einem Stock zu vertreiben. Die Schlage faucht ihn nur an und bewegt sich ansonsten nicht. Fuer uns ein klarer Fall: Umdrehen…

Auf dem Rueckweg stolpern wir eigentlich zufaellig ueber Nimbin - wenn Byron schon etwas von den Hipis gepraegt ist - Nimbin ist definitiv die Steigerung! Die Typen die hier rumhaengen haben definitiv seit 35 Jahren nicht anderes als Kiffen gemacht.

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Schon ist es wieder Sonntag und es heisst Koffer packen. Ein letzter Blick auf unsere Huette

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und dann geht es auf den “Weihnachtsmarkt” in Byron - ein wahres Sommer-Weihnachts-Tolwood in Reinstform…

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Danach geht es zum Abschluss noch einmal an den Strand.

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(dieses Foto hat Clara gemacht!)

Thursday
06/12/2007

by Erik

Nikolaus

Bei uns heisst der “Santa Claus” “Nikolaus” und er kommt am 6. und nicht erst am 24. Dezember (da kommt bei uns naemlich das Christkind…). Schon ein wenig verwirrend, wenn man in einem Land mit etwas anderen Traditionen (Nikolaus gibt es hier - wie in den meisten anderen Laendern - nicht) versucht alles so umzusetzen, wie man das selber als Kind erlebt hat. Die Kidz scheinen sich an den kleinen Widerspruechen nicht zu stoeren - hauptsache der Nikolaus hinterlaesst Geschenke! Fuer Clara hat er Anie und Clarabell - die beiden Wagons von Thomas the Tank Engine und fuer Malena einen Buggy fuer ihr Baby gebracht. Ausserdem gab es noch fuer beide Kalender und natuerlich Suessigkeiten (Malena ist uebrigens immer ganz scharf darauf, ihr Tuerchen im Adventskalender zu oeffnen…).

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Wednesday
05/12/2007

by Erik

Weihnachtsfeier

Heute Abend ist in Malenas Kindergarten Weihnachtsfeier. Malena und Clara sind schon ganz aufgeregt, weil da auch der Santa Claus vorbeischauen soll. Verglichen mit den Weihnachtsfeiern in Deutschland war es zwar recht ernuechternd (Video mit Aufnahmen von den Kindern ansehen, Geschenk von Santa entgegennehmen und noch fuer 15 Minuten vom “Buffett” (jeder hat etwas mitgebracht) essen - das war es dann schon. Aber wir haben den Eindruck, den Kidz hat es trotzdem gefallen (Clara: “Danke Papa, dass du mitgekommen bist!”).

Malena ist von dem Mann mit dem weissen Bart doch ein wenig eingeschuechtert:

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Saturday
01/12/2007

by Erik

Advent

Endlich ist es soweit: der Advent hat begonnen und wir muessen Clara nicht mehr staendig sagen, dass noch nicht Weihnachtszeit ist, auch wenn die anderen Kinder das im Kindergarten jeden Tag sagen. Jetzt koennen wir auch guten Gewissens dem “Rudolf the red nosed reindeer”, “We wish you a merry Christmas” und “Jingle Bells” ein “Lustig, lustig, tralla la la la..” & co. entgegensetzen. Und natuerlich koennen wir jetzt Weihnachtsplatzchen backen (meine ersten Selbstgebackenen, seit ich vor 15 Jahren bei meinen Eltern ausgezogen bin - aber bei Verbot von Lebensmittelimporten kann man sich halt keine aus Deutschland schicken lassen…). Also wird zuerst der Butterplaetzchenteig angeruehrt und durchgeknetet (mit der Hand, weil unser Mixer keine Knethaken hat) und dann, waehrend der Teig ruhen muss, das Lebkuchenhaus von Aldi zusammengebaut.

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Auch die Weihnachsdeko wird aus der Kiste gepackt und nur mit Muehe kann ich verhindern, dass der Weihnachtsbaum schon aufgebaut wird (bei den Nachbarn steht der schon…).

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Schliesslich koennen dann die Plaetzchen ausgestochen werden.

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Das spannenste ist dann wie immer unser Ofen - sollen wir nun auf 20 Grad, oder auf 25 Grad einstellen? Das Ding kennt nach wie vor nur die beiden Einstellungen “fast aus, oder “Pyrolyse”…